Ostern – mehr wie Eiersuchen

Hallo ihr Lieben,

in den letzten Tagen haben wir euch schon Basteltipps, Rezepte und noch einiges mehr rund um das Thema Ostern gezeigt. Heute kommen wir aber mal zu den knallharten Fakten. Warum gibt es Ostern? Was hat ein Hase damit zutun? Wie kommt der Hase zu dem Ei? Warum suchen wir Eier? und noch einiges mehr 🙂

Ja zu Ostern findet die jährliche Gedächtnisfeier der Auferstehung Jesu Christi statt. Zu Ostern gibt es viele Begriffserklärungen, unter anderem hat Honorius Augustodunensis Ostern von Osten abgeleitet, der Himmelsrichtung wo die Sonne aufgeht, als Symbol der Auferstehung. Eine andere Erklärung besagt das sich Ostern vom Althochdeutsch „Ostara“ , „Eostre“ oder „Eoastrae“ , dem angelsächsischen Namen der teutonischen Göttin der Morgenröte, des Frühlings und der Fruchtbarkeit ableitet. Es gibt aber noch mehr Erklärungen und allen kommen auf das Selbe: Ostern.

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Jetzt wissen wir ungefähr warum Ostern Ostern heißt, aber was hat ein Hase damit zu tun? Schon als Kind habe ich mir darüber Gedanken gemacht, war für mich irgendwie seltsam, weil er ja keine Eier legt, deswegen habe ich etwas nachgeforscht. Einer Sage zufolge soll beim Backen eines Osterlammes sich der Teig so verformt haben, das ein Hase herauskam. Wahrscheinlich ist aber diese: der Medizinprofessor Georg Franck von Frankenau hat im Jahre 1682 ein Buch mit dem Titel: „De ovis paschalibus – von Oster-Eyern“ den Osterhase erwähnt und wollte mit seinem Werk auf den doch recht ungesunden, übermäßiger Verzehr der Eier hinweisen. Der Hase ist Zeichen von Fruchtbarkeit und Leben, genau wie das Ei und deswegen gehören beide zum Osterfest. Da wären wir auch schon bei unserer 3. Fragen: Wie kommt der Hase zu dem Ei? Damit die Kinder mehr Freude an der Eiersuche haben, wurde die Geschichte mit dem Hasen erzählt. Ok am Anfang war es nicht überall der Hase, in einigen Regionen war es ein Fuchs, ein Storch oder der Hahn höchstpersönlich der die Eier versteckt hat, aber nicht desto trotz hat sich im Laufe der Jahre der Hase durchgesetzt.

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Auch heute noch gibt es in einigen Ländern andere Eierverstecker: in Australien ist der Hase als Schädling angesehen und wurde kurzerhand in den 70igern durch den Bilby (ein bedrohter Kaninchennasenbeutler) ersetzt, auch auf Barbados gibt es keinen Hasen, sondern den Osterfisch und in Russland gibt es gar kein Tier, da wird Ostern ganz anders gefeiert, wie bei uns hier.

Es gibt viele, verschiedene Traditionen und Bräuche rund um das Osterfest. Ein paar landestypische stell ich euch noch vor:

Vielerorts gibt es am Karsamstag ein Osterfeuer, dieses soll den Winter und seine bösen Geister vertreiben. Passenderweise wird an dem Osterfeuer gleich die Osterkerze angezündet. In ihr vereinigen sich die griechische, jüdische, römische und christliche Lichttradition. Das Licht ist ein Zeichen des Lebens. Das wohl bekannteste Ostersymbol ist das Osterei, dieses wird oft bemalt oder gefärbt und wie wir jetzt wissen vom Hasen versteckt. Die Kinder suchen sie im Garten oder in der Wohnung. Leider hat sich diese Tradition in den letzten Jahren zu einem zweiten Weihnachten entwickelt, die Geschenke werden immer größer und teurer und sehen nicht mehr wirklich wie Eier aus.

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Wir suchen meist am Ostersonntag oder Ostermontag. Es werden immer hartgekochte, bunte Eier versteckt und natürlich auch eine Kleinigkeit zum Spielen, aber wirklich nur eine Kleinigkeit. Wer die meisten Eier gefunden hat, bekommt ein großes Schoko-Ei 🙂 und da machen nicht nur die Kinder mit, nein auch Oma und Opa hüpfen mit durch den Garten.

Nach der lustigen Eiersuche gibt es bei uns eine große Kaffeetafel, da darf das Osterlamm nicht fehlen. Früher war es eine Opfergabe, heute ist es aus leckeren, süßen Hefeteig. Es bildet den Blickpunkt auf der gedeckten Tafel.

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Wir säen auch jedes Jahr Ostergras, zum einem weil die Kinder daran immer Freude haben und zum anderen weil es einfach schick aussieht. Dieser Brauch kommt aus Polen und symbolisiert den ankommenden Frühling und das neue Leben. Man braucht auch nur Watte, Samen, ein Teller oder ein anderes flaches Behältnis und Wasser. Es sollte 2-3 Wochen vor Ostern angesetzt werden, also wäre genau jetzt der richtige Zeitpunkt.

Natürlich sind das noch lange nicht alle Bräuche und Traditionen und soll euch nur einen kleinen Einblick geben 🙂

Mich würde gern interessieren welche Bräuche es bei euch gibt?

Sandra

2 Gedanken zu „Ostern – mehr wie Eiersuchen

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